PM: Jenfelder Moorpark: Senat drückt sich vor einer Entscheidung – Keine Perspektive für Flüchtlinge und Anwohner

Pressemitteilung

Pressemitteilung PM: Jenfelder Moorpark: Senat drückt sich vor einer Entscheidung – Keine Perspektive für Flüchtlinge und...

Kommentare /

Der Jenfelder Moorpark bietet als Erstaufnahmeeinrichtung Platz für 800 Flüchtlinge, aktuell sind 450 Plätze belegt. Wie aus einer Anfrage des Abgeordneten Stephan Jersch (DIE LINKE) hervorgeht, hat der Senat keine Vorstellung über die weitere Entwicklung der Anlage. Weder gibt es Überlegungen, die Anlage mittelfristig aufzulösen noch als Folgeunterkunft weiterzuführen. Es gibt auch keine Planung, die Einraum-Holzhütten von 27qm, in denen jetzt jeweils zehn Personen untergebracht sind, durch anspruchsvollere Unterbringungsmöglichkeiten, z.B. Container, zu ersetzen.

Dazu Julian Georg, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion in Wandsbek: „Die Unterkunft wurde den Anwohnern in Jenfeld im Sommer letzten Jahres als vorübergehende Einrichtung dargestellt. Vor dem Hintergrund rückläufiger Flüchtlingszahlen und der Inbetriebnahme besser ausgestatteter Folgeunterkünfte sollte der Jenfelder Moorpark mittelfristig geschlossen werden.“ Statt daran zu arbeiten, dass die Flüchtlinge in angemessener Weise untergebracht werden und die Anwohner den Jenfelder Moorpark wieder als Freizeitfläche nutzen können, wurde jetzt nach einem Jahr auch noch ein stabiler Zaun für € 50.000.- um das Gelände gezogen. Abgelehnt vom Zentralen Koordinierungsstab Flüchtlinge wird auch der Beschluss der Bezirksversammlung Wandsbek, der sich nach Anwohnerprotesten für eine Verlegung des Eingangs auf die Nordseite aussprach. Der Fußweg der Flüchtlinge führt gegenwärtig unmittelbar an den Wohnräumen der Anwohner vorbei. Eine Verlegung würde auch zu einer besseren Akzeptanz im Wohnumfeld führen.
„Während die ZEA Oktaviostraße im gutsituierten Marienthal Ende d.J. geschlossen werden soll, gibt es für den Jenfelder Moorpark – wie jetzt ersichtlich – keine vorausschauende Planung. Man hat fast den Eindruck, dass Jenfeld im Rathaus eben nicht so wichtig genommen wird,“ so Julian Georg abschließend.
Anlage: Anfrage_JenfelderMoorpark

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *