PM: Lärmschutz im Luftverkehr durchsetzen!

Allgemein

Allgemein PM: Lärmschutz im Luftverkehr durchsetzen!

Kommentare /

Lärmschutz im Luftverkehr durchsetzen!
Linksfraktion 
fordert Nachtflugverbot und keine „First-Flights“ von Airbus-Flugzeugen mit ausgefahrener Ram Air Turbine über Hamburg-Wandsbek

Die Lärmsituation durch den Hamburger Flughafen „Helmut Schmidt“ wird für die Anwohner*innen immer dramatischer. Die Zahl der besonders störenden Flugbewegungen in der Nacht nach 22 Uhr ist in den letzten fünf Jahren kontinuierlich angestiegen – und dies trotz einer sogenannten „Pünktlichkeitsoffensive“ von Senat und Flughafen. Waren es 2011 bereits 5.155 Flüge in der Nacht nach 22 Uhr sind es 2016 nun 7.235 Flüge gewesen und für 2017 zeichnet sich ein neues Malusjahr ab. Deshalb hat am 1. März 2017 der Arbeitskreis Luftverkehr des BUND Hamburg eine Volkspetition für eine konsequente Nachtruhe am Hamburger Flughafen auf den Weg gebracht. Ziel ist, dass die Stadt Hamburg als Mehrheitseignerin der kommerziellen Flughafenbetreibergesellschaft eine Änderung der Betriebserlaubnis auf den Weg bringt, die Starts und Landungen von 22 Uhr bis 6 Uhr nur noch in begründeten Ausnahmefällen erlaubt.

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Belastungen für die Bevölkerung in Wandsbek durch den Luftverkehr am Hamburger Flughafen „Helmut Schmidt“ und den Airbus Werksflugverkehr hat die Linksfraktion Wandsbek nun zwei Initiativen für die Sitzung der Bezirksversammlung am 22. Juni 2017 auf den Weg gebracht.

Fast jeder kennt das quälend laute Geheule von Flugzeugen die im Rahmen von Airbus Test- und Abnahmeflügen („First Flights“) den Luftraum über Wandsbek kreuzen. Dabei kommt auch eine spezielle Turbine zum Einsatz, die als Notstromgenerator fungiert. Von diesem Aggregat geht das Geheule mit bis zu 85 dB(A) Maximalpegel aus. 400 bis 600 dieser Test- und Abnahmeflüge finden bisher pro Jahr statt. Airbus plant für 2019 eine Ausweitung der Produktion und damit wird auch die Zahl dieser Testflüge auf mehr als 700 pro Jahr ansteigen. Dazu kommen noch die Transportflüge der sogenannten „Beluga“ (A300-600ST-Flotte). Mit unserem Antrag wollen wir die Test- und Abnahmeflüge und die damit verbundenen hohen Lärm- und Abgasemissionen über dichtbesiedeltem Stadtgebiet nur noch in Ausnahmefällen zulassen und ansonsten diese Flüge über weniger dichtbesiedelte Gebiete verbannen.

Fraktion und Partei DIE LINKE. in Wandsbek haben bereits ihre Unterstützung zur Volkspetition des BUND Hamburg für ein konsequentes Nachflugverbot erklärt. Wegen der besonderen gesundheitlichen Belastungen, die durch vielfache Studien belegt sind, bittet die Linksfraktion die Bezirksversammlung Wandsbek, die Volkspetition zu unterstützen und auf die zuständige Fachbehörde hinzuwirken das Nachtflugverbot in den Grenzen der gesetzlichen Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr am Hamburger Flughafen umzusetzen.

Martin Mosel, verkehrspolitischer Sprecher und Luftfahrtexperte der Linksfraktion Wandsbek: „Der Bezirk Wandsbek ist im Besonderen von nächtlichen Flugbewegungen betroffen. Rund 40 Prozent der nächtlichen Flugbewegungen erfolgen direkt über das Alstertal, die Walddörfer, Poppenbüttel und Hummelsbüttel. Dazu kommen weitere Belastungen von Quer- und Überfliegern aus den weiteren Betriebsrichtungen und vom Airbus Werksflugverkehr.“

Julian Georg, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion Wandsbek: „Für einen innerstädtischen Flughafen in Hamburg Fuhlsbüttel bedeutet das eine besondere Rücksichtnahme und Respekt dem Ruhebedürfnis seiner Nachbarn und den von Fluglärm Betroffenen im Umland entgegenzubringen. Hieran mangelt es ganz offenkundig.“

Anlagen

Antrag „Keine „First Flights“ von Airbus-Flugzeugen mit ausgefahrener Ram Air Turbine über Hamburg-Wandsbek“ (Drs. 20-4463)

Antrag „Volkspetition für ein Nachtflugverbot als Bezirk Wandsbek unterstützen“ (Drs. 20-4467)

Für Rückfragen: Julian Georg, Fraktionsvorsitzender, 0176/21675528, julian.georg@linksfraktion-wandsbek.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *