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Statue darunter Schriftzug: "Ihr seid nicht schuld an dem, was war, aber verantwortlich dafür, dass es nie mehr geschieht."

Geschäftsstelle

Am 27. Januar: Kranzniederlegung an der Gedenkstätte KZ Wandsbek und Mahnwache vor der Geschäftsstelle der Linksfraktion Wandsbek

Fraktion vor Ort – Kooperation mit DIE LINKE. Wandsbek OV Rahlstedt

 

Kranzniederlegung der Linksfraktion mit dem Ortsverband Rahlstedt, 27. Januar ab 17 Uhr, Gedenkstätte KZ Wandsbek, Tonndorf und Mahnwache für den „unbekannten Säugling“ im Parteibüro ab 18 Uhr, Schloßstr. 90, Wandsbek.

Seit 26 Jahren ist der 27. Januar deutschlandweit ein Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus. Er erinnert an die Befreiung des KZ Auschwitz 1945 durch die Rote Armee, allein an diesem Standort wurden über eine Million Menschen ermordet.

Anlässlich des Gedenktags findet wie schon in den Vorjahren eine Kranzniederlegung von Partei und Fraktion DIE LINKE.Wandsbek am ehemaligen Außenlager des KZ Neuengamme, Ahrensburger Str. 162, Tonndorf (Bezirk Wandsbek) statt.

Die kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion in der Bezirksversammlung Wandsbek, Sabine Muhl, und der Co-Sprecher des Ortsverbands Rahlstedt der Partei DIE LINKE., Oliver Riek, legen stellvertretend für die Millionen Opfer des NS-Regimes einen Kranz nieder. „Das dunkelste Gedankengut unserer Geschichte durchdringt unsere Gesellschaft bis heute. Zum Glück haben wir in Wandsbek eine starke parlamentarische Erinnerungskultur. Der Kampf um die Erinnerung an die Opfer bleibt unsere Aufgabe und Verpflichtung“, so Muhl

Dazu Riek: „Können wir nur annähernd das Leid der Opfer ermessen? Können wir, die in totaler Sicherheit leben, eine dermaßen große Todesangst überhaupt nachempfinden? Dann ist es unser aller Auftrag für die kommenden Generationen dafür zu sorgen, dass Auschwitz nie wieder passiert.“

Da es in Wandsbek keinen eigenständigen Gedenkort für die Kinder unter den Opfern gibt, werden wir im Parteibüro in der Schloßstraße als zentralem und gut sichtbaren Ort für 33 Tage eine Kerze im Fenster unseres Ladenbüros aufstellen, stellvertretend für alle getöteten Kinder. Zu Büroöffnungszeiten steht die Kerze samt Infomaterial deutlich sichtbar vor den Ladenbürofenstern. Mahnwachen werden durch Parteimitglieder organisiert.

33 Tage Leben, in einem KZ geboren, in einem anderen KZ gestorben, das ist die kurze Lebensgeschichte des neugeborenen Babys der Zwangsarbeiterin Barbara Stawicka, das am 8. März im KZ Außenlager in Beendorf-Helmstedt (Nähe Wolfsburg) geboren wurde und am 30. April im KZ Außenlager in Sasel starb. 1957 wurden die sterblichen Überreste auf den Friedhof Ohlstedt umgebettet, dort erinnert eine Grabsteinplatte an das „unbekannte Kind “. Auf dem Friedhof in Bergstedt erinnert eine Stele an den Transport der Frauen und des Säuglings.

Die Zwangsarbeiterin und Mutter überlebte die Gräueltaten und wurde im Rahmen einer Rettungsaktion des schwedischen Roten Kreuzes nach Schweden gebracht, wo sie aber im Alter von 28 Jahren an Folgen einer Tuberkulose (1952) starb, die sie unter den unmenschlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen im KZ erlitten hatte.

Interessierte sind herzlich eingeladen, sich mit einer eigenen Einzelblumenspende oder Grablicht (vor Ort erhältlich) während der Zeremonie zu beteiligen oder dem Aufstellen der Kerze für den „unbekannten Säugling“ im Parteibüro beizuwohnen.

Es gelten die aktuellen Verfügungen der FHH zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Treffpunkt Kranzniederlegung: Donnerstag, 27. Januar 2022 ab 17 Uhr

Gedenkstätte KZ Wandsbek, Ahrensburger Str. 162, 22043 Hamburg-Tonndorf

Treffpunkt Kerzenaufstellung: Donnerstag, 27. Januar 2022, ab 18 Uhr

Parteibüro DIE LINKE., Schloßstr. 90, 22041 Hamburg-Wandsbek

Für Rückfragen:

 

Sabine Muhl, 0176 805 200 09

sabine.muhl@linksfraktion-wandsbek.de

Büro: Linksfraktion BV Wandsbek, Schloßstr. 90, 22041 Hamburg

Oliver Riek, 0157 83 980 130

riek.linke-rahlstedt@freenet.de

Co-Sprecher, Ortsverband Rahlstedt