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Anmerkungen zum taz-Artikel „Zwei Husaren reiten durch die Geschichte“ vom 25.8.2020

Thomas Iwan

Vor einigen Wochen hat unser Bezirksabgeordneter Thomas Iwan der taz hamburg ein Interview zu den Husaren-Denkmälern in Wandsbek gegeben. Am vergangenen Dienstag, 25.8.2020 ist nun ein Artikel erschienen, in dem Thomas Iwan zitiert wird (als PDF hier zu lesen). Leider greift der Artikel einige wichtige Aspekte nicht auf.

Vor einigen Wochen hat unser Bezirksabgeordneter Thomas Iwan der taz hamburg ein Interview zu den Husaren-Denkmälern in Wandsbek gegeben. Am vergangenen Dienstag, 25.8.2020 ist nun ein Artikel erschienen, in dem Thomas Iwan zitiert wird (als PDF siehe unten) . Leider greift der Artikel einige wichtige Aspekte nicht auf, die in der Diskussion um die Husaren-Denkmäler von Bedeutung sind und z.T. im Interview auch erwähnt wurden. Diese möchten wir deshalb hier in aller Kürze nochmals anbringen:

  1. Wir unterstützen den Vorschlag von Frau Dr. Curth, einen Informationspfad einzurichten. Ein Lernpfad könnte hier ein gutes Mittel sein, um den zeitgeschichtlichen Wandel und die damalige Bedeutung der Denkmäler zu thematisieren. 
  2. Den beiden Husarendenkmäler fehlt komplett die historische Kontextualisierung. Diese ist aber besonders wichtig. Das Denkmal für die Gefallenen stellt zumindest noch eine Verbindung zwischen Krieg und Tod her. Die Bronzestatue aus Zeit der NS-Diktatur war nur dazu geeignet, den militärischen Hurrapatriotismus in der Bevölkerung zu fördern.  
  3. Der Hintergrunddreiklang aus Auftraggeber, Künstler und Intention muss stets mitgedacht werden.  
  4. Im Krieg steckt keine Glorie, kein Glanz, keine Ehre. Der Krieg wird von Soldaten (heute auch von Soldat*innen) geführt, aber von allen erlebt. Zwischen 1914-1918 starben mehrere Hunderttausend Menschen infolge kriegsbedingter Unterernährung allein in Deutschland. Naheliegenderweise waren auch Wandsbeker*innen darunter. Ihnen ist kein Denkmal gewidmet.  
  5. Über (Krieger-)denkmäler muss man immer diskutieren dürfen. Der gesellschaftliche Konsens, was und wer eines öffentlichen Gedenkraums würdig ist, unterliegt dem zeitlichen Wandel. Es ist nur folgerichtig, wenn regelmäßig überprüft wird ob das, wofür wir heute stehen, und das, was da steht, noch zueinander passen.  
  6. Eine Neukontextualisierung muss die Denkmäler als Mahnung begreifen, Nationalismus und Krieg dauerhaft zu überwinden und uns aktiv für Frieden und Verständigung einzusetzen. 

Was denkt ihr dazu? Diskutiert mit!

Mehr Informationen zur Geschichte Wandsbek sind auf der Homepage der Geschichtswerkstatt Wandsbek zu finden: www.geschichtswerkstatt-wandsbek.de

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